Partnerschaftskomitee Wassenberg-Pontorson-Highworth e.V.

Aktuelles

November 2019

Liebe Freundinnen und Freunde der Städtepartnerschaften mit Pontorson und Highworth,

vorweg möchte ich mich bei den ausgeschiedenen Mitgliedern des Vorstands für die von ihnen in den vergangenen Jahren geleistete Arbeit bedanken. Ich habe erst seit wenigen Monaten das Amt des Geschäftsführers inne, sehe aber bereits jetzt, wie viel Arbeit hier geleistet wurde, die man, ist man nicht direkt davon betroffen, so gar nicht mitbekommt.

Hier nun einige Informationen zu verschiedenen Ereignissen, die seit den Europa-Tagen in Pontorson stattgefunden haben:

Besuch aus Highworth 17. – 20. Oktober 2019

Um es vorweg zu nehmen, unsere Freunde aus Highworth sind leider zu dem angesagten Termin nicht nach Wassenberg gekommen. Anfang September erreichte uns die Nachricht aus Highworth, dass es ihnen leider wegen einer zu geringen Personenzahl und damit verbundener Schwierigkeiten, für nur wenige Personen eine Fahrt mit einem Kleinbus zu organisieren, nicht möglich war, uns im Oktober zu besuchen. In England ist es wohl versicherungstechnisch problematisch, einen Kleinbus für Fahrten außerhalb von England zu mieten. Sie bemühen sich aber, rechtzeitig die Werbetrommel zu rühren, damit eine für einen Reisebus ausreichende Anzahl von Personen zustande kommt, die uns dann hoffentlich anlässlich der Partnerschaftstage Christi Himmelfahrt 2020 besuchen wird. 

Unser Dank geht noch einmal an alle diejenigen, die bereit waren, Gäste aus England aufzunehmen. Ich glaube, wir müssen hier in Anbetracht der politischen Turbulenzen in England rund um den Brexit etwas Nachsicht üben. Die bereits angefragten Reservierungen für ein gemeinsames Abendessen sowie ein Besichtigungsprogramm wurden abgesagt. 

Prix de Wassenberg 3. September 2019

Zum Prix de Wassenberg, einem von acht am Dienstag, den 3. September auf der zwischen Pontorson und dem Mont Saint Michel gelegenen Hippodrome Maurice Jan ausgetragenen Pferderennen, sind meine Frau und ich bereits am vorangegangenen Sonntag von Wassenberg aus gestartet und haben in Saint Valéry, einem äußerst hübschen Ort an der Somme-Mündung, eine Zwischenübernachtung eingelegt, um dann am Montagabend bei unseren Freunden Béatrice und Marcel in Avranches einzutreffen. 

Am Tag des Pferderennens waren wir pünktlich zu Beginn der Rennen auf der Pferderenn-bahn. Zuvor hatten wir noch Gelegenheit, uns das Gelände ein wenig näher anzuschauen. In Frankreich hat der Pferdesport einen ganz anderen Stellenwert als in Deutschland, nicht so elitär wie zum Beispiel in Baden-Baden, dafür hat fast jeder Ort sein PMU-Wettbüro, ein bisschen so wie bei uns die Lotto-und-Toto-Annahmestellen. PMU - Pari mutuel urbain (ja, ohne s) - ist der führende Anbieter von Pferdewetten in Frankreich. Man kann hier für kleines Geld wetten, wovon auch viele Franzosen in ganz Frankreich regen Gebrauch machen. Wir waren umgeben von „Experten“, die genau wussten, welches Pferd unter welchem Jockey die besten Gewinnchancen hat. 

Die Franzosen hatten für uns einen Tisch im in die Tribüne der Pferderennbahn integrierten Restaurant reserviert und für uns alle ein vorzügliches Menü bestellt. Wir saßen zusammen mit den Durants, den Eltern von Hélène Macé, die sich wegen beruflicher Verpflichtungen entschuldigen ließ, mit Maryvonne Augrain und Claude Métayer sowie Béatrice und Marcel Perrouault, die uns zu sich nach Avranches eingeladen hatten, an einem Tisch. Claude hatte das Geschenk für den Gewinnerjockey, einen Präsentkorb mit regionaltypischen Leckereien, besorgt. Wie bereits in den Jahren zuvor wurden die Kosten hierfür zu gleichen Teilen von den Pontorsonern und Wassenbergern getragen. 

Während der einzelnen Gänge des Menüs verfolgten wir die Rennen vom Restaurant aus, hatten durch die Panoramafenster einen hervorragenden Blick auf die Rennbahn. Zwischendurch ging jeder, der wollte, wir eingeschlossen, zum im selben Raum befindlichen Wettschalter und gab seine Wette auf das aktuelle Rennen bis kurz vor dem Start ab. Wir haben auch gewettet, aber keine großen Gewinne erzielt, obwohl wir von absoluten „Fachleuten“ umgeben waren und wohlmeinende und ausführlich begründete Ratschläge erhielten, auf welches Pferd wir setzen sollten. Ich habe dann dem Gewinnerjockey G. Blandin mit seinem Pferd Victoire de Gadget de Louvet (http://horseraces.pmu.fr/racecards/race/58747) den Präsentkorb überreicht und habe zu diesem Anlass einem französischen Sportsender ein kurzes Interview gegeben. Das Rennen um den „Prix du jumelage Pontorson Wassenberg“ kann man sich übrigens im Internet unter folgendem Link ansehen: https://www.letrot.com/fr/replay-courses/2019-09-03/5012/3

Bei diesem Rennen handelte es sich um ein Trabrennen, also ein Rennen, bei dem die Jockeys auf Sulkys saßen und die Pferde ausschließlich im Trab laufen durften. Hierauf wurde von einem Schiedsrichterfahrzeug aus, besetzt mit mehreren Schiedsrichtern, penibel geachtet, so dass bei fast jedem Rennen Reiter disqualifiziert wurden.

Der Tag erfuhr neben dem eigentlichen Prix du Jumelage Pontorson Wassenberg für uns noch ein weiteres Highlight dadurch, dass unsere französischen Freunde es uns ermöglicht hatten, beim letzten Rennen des Tages dieses von einem Begleitfahrzeug innerhalb des Rennovals aus nächster Nähe zu verfolgen.

Es war für uns ein unvergesslicher Tag, insbesondere da wir zuvor noch nie auf einer Pferderennbahn waren.

Koordinierungsgespräche Pontorson - Wassenberg 4. - 6. Oktober 2019

Die Delegation aus Pontorson unter Leitung der Vorsitzenden Hélène Macé war am Morgen des 4. Oktober um 8.00 Uhr gestartet, um dann wie angekündigt um 17.30 Uhr bei Karin Hilgers einzutreffen, wo die Gäste zum Aperitif willkommen geheißen wurden, bevor sie dann auf befreundete Gastfamilien verteilt wurden. Die Gruppe setzte sich aus acht Personen zusammen. Außer Hélène waren noch ihr Gatte Bruno, Claude Durant, der lange Jahre den Vorsitz innehatte, samt Ehefrau Michèle, Claude Baron, Marina Moubèche samt Gatte Damien und Bernard Le Gac, den die Teilnehmer an der letzten Fahrt nach Pontorson durch seine Ausführungen zur Bretagne in Erinnerung haben, angereist. Michel Percevault musste die Teilnahme leider aus gesundheitlichen Gründen absagen.

Die Koordinierungsgespräche zwischen den Vorständen aus Pontorson und Wassenberg fanden am 5. Oktober im Haus des Geschäftsführers Heinz-Josef Peters in herzlicher und konstruktiver Atmosphäre statt. Karin Hilgers führte in gewohnt routinierter Weise durch die einzelnen Programmpunkte. 

Es wurde erwähnt, dass die Koordinierungsgespräche letztes Jahr leider wegen Terminüberschneidung mit der Fahrt nach Highworth ausfallen mussten. Da 2017 jedoch keinerlei Probleme aufgetreten waren und die Aktivitäten in diesem Jahr zur allgemeinen Zufriedenheit vonstattengegangen waren, konnte man schnell zur Nachbesprechung der Aktivitäten im Berichtsjahr 2018/2019 übergehen.

Der Wassenberger Vorstand bedankte sich bei den Pontorsonern für die Ausrichtung der Europatage vom 30. 5. bis zum 2. 6. 2019. Insbesondere die Fahrt mit dem Traktor mit Anhängern („petit train“) zu den Muschelbänken in der Bucht des Mont Saint Michel hatte

nicht nur die Kinder begeistert. Selbst viele Pontorsoner kannten diese Ecke der Bucht noch nicht und waren genauso davon angetan. Die von uns Wassenbergern in Eigenregie durchgeführte Fahrt zum Mont Saint Michel litt jedoch etwas am allzu großen Besucherzustrom. Es wurde angedacht, in Zukunft diese Fahrt zu weniger belasteten Zeiten, vielleicht am Abend, durchzuführen. 

Zum Festakt in der Salle Polyvalente wurde zunächst einmal die neue Anordnung der Stühle erwähnt, die eine bessere Sicht auf die Bühne ermöglichte. Als positiv wurde weiterhin hervorgehoben, dass die Darbietungen zwischen den einzelnen Gängen des Abendessens stattfanden, so dass genug Zeit für Gespräche blieb. Ein kleiner Wermutstropfen war jedoch, dass bei den Kabarett-Darbietungen die Sprache für viele ein Hindernis darstellte und man den Wortwitz oft nur erahnen konnte. Das Essen der Franzosen noch einmal zu loben bedeutete, Eulen nach Athen zu tragen. In diesem Zusammenhang empfanden wir es als sehr angenehm, dass die beiden offiziellen Essen nicht am gleichen Tag stattfanden.

Das einwöchige Praktikum von drei Schülerinnen der Betty-Reis-Gesamtschule lief zur allgemeinen Zufriedenheit ab, aufgefallen war lediglich die Größe der mitgebrachten Koffer der Damen. 

Zum Prix de Wassenberg sei auf die vorangehende Schilderung verwiesen. 

Es wurde in diesem Zusammenhang vorgeschlagen, den Freunden aus Pontorson unsere Informationen in Zukunft in französischer Übersetzung zukommen zu lassen, ein Vorhaben, das dank eines inzwischen wirklich brauchbaren Übersetzungsprogramms mit vertretbarem Aufwand der Überarbeitung des automatisch übersetzten Textes zu realisieren ist (www.deepl.com/de/translator). Hélène hat uns bereits die E-Mail-Adressen derjenigen geschickt, die an unseren Infos auf Französisch interessiert sind.

Karin Hilgers hat bereits wieder einen Antrag auf Zuschüsse an die EACEA, die Exekutivagentur Bildung, Audivisuelles und Kultur der Europäischen Kommission, gestellt. Der Titel des im Rahmen unserer Städtepartnerschaft vorgeschlagenen und dann gegebenenfalls während der kommenden Europatage 2020 in Diskussionsrunden zu bearbeitenden Projekts lautet: „Europa nach den Wahlen: Was ist zu tun?“ Im Rahmen des Projekts wird unter anderem anlässlich des 70. Jahrestags der Schumann-Erklärung vom 9. Mai 1950 auf deren Bedeutung als Keimzelle der heutigen Europäischen Union hingewiesen. Sabine Verheyen hat, sollten wir aus Brüssel einen positiven Bescheid auf unseren Antrag erhalten, bereits im Vorfeld ihr Kommen zugesagt. Wie bereits 2017 geschehen, werden im Erfolgsfall wieder eine Reihe von Workshops (geplant sind 7 zu den Themen Schlussfolgerungen der Europawahl, Populismus, Entscheidungsprozesse in der EU, Entwicklung Afrikas, Migration, Umgang mit Ressourcen und 10 Jahre EU-Grundrechte-Charta) abgehalten. In diesem Zusammenhang wurden die Pontorsoner gebeten, uns die endgültigen Ergebnisse ihrer Region zu den vergangenen Europa-Wahlen mitzuteilen. Zum Punkt Ressourcen sei auf Garzweiler II verwiesen. Geplant ist, die Workshops am Freitagvormittag durchzuführen, den Festakt dann am Samstag.

Nächstes Jahr begehen wir im Rahmen der Europatage das zehnjährige Jubiläum unserer Städtepartnerschaft mit Highworth.

Claude Durant wies darauf hin, dass bei einem Brexit die Engländer eigentlich keinen Anspruch mehr auf Zuschüsse hätten, man sich aber sicherlich ihnen gegenüber generös zeigen könne.

Unsere Freunde aus Pontorson äußerten keine besonderen Wünsche bezüglich des Programms der Europatage. Wir schlugen vor, heimische Betriebe zu besichtigen, wie zum Beispiel die Kraft & Schlötels GmbH mit der weltgrößten Rollenoffset-Druckmaschine, die Wassenberger Polsterwerkstätten GmbH mit ihrem Werksverkauf, die Heinrich Essers GmbH & Co. KG als Hersteller technischer Textilien, die CONTAINERWERK eins GmbH, die aus gebrauchten Seecontainern Wohnmodule herstellt. Eventuell kommt auch noch das Prüf- und Validationscenter Wegberg-Wildenrath ( PCW) der Siemens Mobility GmbH in Frage, hier müsste die Anfrage jedoch über die Stadt laufen. Aus Pontorson fanden diese Vorschläge allgemeine Zustimmung, insbesondere da durch die räumliche Nähe Zeit und Aufwand für Bustransfers minimiert werden können, wodurch sicherlich der Preis für den französischen Bus günstiger werden dürfte.

Die Sporttage 2020 sind für den 10. bis 13. Juni 2020 geplant, Wassenberg kann eine Gruppe mit maximal 50 Schülern schicken. Es ist jedoch noch zu klären, welche Lehrkraft sich für die Betreuung der Schülerinnen und Schüler finden lässt. Hélène Macé meint, man könne hier auf das Standardprogramm mit Wanderung durch die Bucht des Mont Saint Michel und offiziellen Empfang im Rathaus zurückgreifen. Die genaue Terminplanung ist dann letztendlich von den Gezeiten in der Bucht abhängig.

Zum Prix de Wassenberg teilte man uns mit, dass es Veränderungen im Vorstand gegeben habe und Claude Métayer keinen Einfluss mehr auf die Termingestaltung habe. Hélène will sich diesbezüglich mit dem neuen Vorstand in Verbindung setzen. Karin Hilgers schlug vor, den Besuch des Prix de Wassenberg mit den nächsten Koordinierungsgesprächen zu kombinieren, so dass man beide Termine in einer Reise zusammenfassen könnte. Es ist jedoch noch nicht klar, ob dieser Herbsttermin unter Umständen mit Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Wassenberg und Highworth kollidiert.

Pontorson erklärt sich auch für 2020 bereit, vier Praktikanten oder Praktikantinnen für ein einwöchiges Betriebspraktikum aufzunehmen, wobei die beiden aufnehmenden Familien jedoch nur bereits sind, jeweils maximal zwei Schüler oder zwei Schülerinnen aufzunehmen, aber eben nicht einen Schüler zusammen mit einer Schülerin.

Da wir alle angesprochenen Punkte zügig abhandeln konnten, blieb noch genügend Zeit für persönliche Gespräche und einen kleinen Imbiss. Nachdem die Franzosen den Nachmittag in ihren Gastfamilien verbracht hatten, traf man sich am Abend zu einem gemeinsamen Essen in einem Wassenberger Restaurant. Hierzu hatten wir die Speisekarte zuvor auf Französisch übersetzt, was dankbar angenommen wurde. Am Sonntagmorgen trat die Gruppe aus Pontorson dann pünktlich um 9.00 Uhr die Heimreise an, nicht, ohne dass zuvor bei Karin noch einige Erinnerungsfotos gemacht worden waren.

Heinz-Josef Peters

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Mitgliedsbeitrag

für das Jahr 2019
Einzelperson 12,50 €, Kinder/Schüler bis 16 Jahre 2,50 €, Senioren (ab 80. Lebensjahr) und Auszubildende/Studenten über 16 Jahre 7,50 €

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